EMDR – Traumaverarbeitung in der Psychotherapie Hamburg
Manche Erlebnisse sind längst vorbei — und wirken trotzdem weiter. Ein Geräusch, ein Satz, eine bestimmte Situation, und plötzlich ist die alte Anspannung wieder da, als wäre nichts vergangen.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie in Hamburg-Uhlenhorst arbeite ich mit EMDR, um belastende Erlebnisse dort zu verarbeiten, wo sie tatsächlich abgespeichert sind — auch als Online-Sitzung möglich.

Ruhige EMDR-Sitzung in einer Praxis (Quelle: KI)
Was ist EMDR?
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine strukturierte, wissenschaftlich anerkannte Methode zur Verarbeitung belastender Erinnerungen. Während der Behandlung wird die belastende Erinnerung aktiviert, während gleichzeitig eine bilaterale Stimulation erfolgt — meist über geführte Augenbewegungen. Das unterstützt das Gehirn dabei, die Erinnerung so zu verarbeiten, wie es bei weniger belastenden Erlebnissen ohnehin automatisch geschieht.
Die Methode folgt einem festen, achtstufigen Ablauf — von der Anamnese über die eigentliche Verarbeitung bis zur Stabilisierung am Ende jeder Sitzung.
Mehr zur Tandem-Methode, zu Hypnose und zur KVT
Wissenschaftliche Anerkennung
EMDR gehört zu den am besten untersuchten Traumatherapie-Methoden weltweit:
- 2006 als wissenschaftlich anerkannte Methode zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) bestätigt
- 2014 durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in die Richtlinienpsychotherapie aufgenommen — damit auch sozialrechtlich anerkannt
- 2013 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine von zwei empfohlenen Methoden zur Behandlung der PTBS bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen genannt
- Empfohlen in der AWMF S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung sowie der britischen NICE-Leitlinie als Methode der ersten Wahl
Bei welchen Themen EMDR wirksam ist
Der Hauptanwendungsbereich von EMDR ist die Posttraumatische Belastungsstörung — sowohl vollständige PTBS als auch Teilsyndrome. Darüber hinaus zeigen Studien, dass auch belastende Lebenserfahrungen, die nicht die formalen Kriterien einer PTBS erfüllen (z. B. ohne unmittelbare Lebensgefahr), gut auf EMDR ansprechen können:
- Einzelne, klar abgrenzbare belastende Erlebnisse
- Anhaltende emotionale Reaktionen auf vergangene Situationen
- Wiederkehrende innere Bilder oder Körperreaktionen, die sich rational nicht erklären lassen
- Ergänzend bei Themen, die bereits an anderer Stelle dieser Website beschrieben sind — etwa Akute Belastungsreaktion und Posttraumatische Belastungsstörung
Kontraindikationen und Einschränkungen
Wie bei Hypnose gilt auch hier: Sorgfalt vor Anwendung. Vor einer EMDR-Behandlung sollten insbesondere dissoziative Störungen ausgeschlossen bzw. diagnostisch abgeklärt sein, da diese besondere Vorsicht in der Anwendung erfordern. Ein ausführliches Erstgespräch und eine sorgfältige Anamnese sind deshalb fester Bestandteil, bevor mit EMDR gearbeitet wird.
Mein Ansatz: die Tandem-Methode
EMDR ergänzt bei mir die unbewusste Ebene der Tandem-Methode — gemeinsam mit Hypnose. Beide Verfahren setzen dort an, wo reines Nachdenken nicht hinreicht: bei automatisierten, oft körperlich gespeicherten Reaktionen. Während Hypnose einen direkten Zugang zu unbewussten Mustern allgemein ermöglicht, ist EMDR besonders gezielt für die Verarbeitung konkreter, belastender Erinnerungen geeignet.
Die bewusste Ebene der Tandem-Methode — Denkmuster, Bewertungen, Handlungsspielräume — bearbeite ich weiterhin mit kognitiver Verhaltenstherapie.
Mehr zur Tandem-Methode im Überblick
Mehr zu Hypnose
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Ihr nächster Schritt
Wenn Sie spüren, dass eine bestimmte Erfahrung Sie noch immer beschäftigt, obwohl sie eigentlich vorbei ist, lohnt sich ein genauer Blick. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, ob EMDR für Ihre Situation der richtige Weg ist.
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